Gleicher Ort, aber nun unter anderen Vorzeichen. Jenson Whiting startet sein Turnierjahr ab Dienstag wieder in Ain Sokhna / Ägypten, aber nun nicht als Amateur, der wie im vergangenen Jahr mal am Profigolf schnuppern will, sondern nun als wirklicher „Professional“.  Mit der Tourkarte für die Pro Golf Serie in der Tasche hat Jenson nun eine gesicherte Jahresplanung, die ihm die Reiselogistik etwas erleichtert. Im Dezember belegte er bei den Q-schools in Verden den 18ten Platz und sicherte sich damit einen festen Platz unter den gesetzten Pro Golf Spielern für insgesamt 16 Turniere. Hinter ihm liegt ein Jahr mit vielen Gastauftritten bei den Amateurmeisterschaften einiger europäischer Länder. Ganz bewusst hat er sich hier immer einer Spitzenkonkurrenz gestellt und damit die Herausforderung gesucht – oft auf sich allein gestellt. „Damit muss man zurechtkommen, wenn zwischen Proberunde und dem nächsten Auftritt oft viel Zeit vergeht, die man allein verbringen muss, z.B. in irgendeiner Ferienwohnung.“ Bei seinen ersten Turnieren begleitete ihn noch sein Vater, dann übernahmen auch einmal die MGC-Kollegen Christoph Kirschner oder Tobias Zwiehoff die caddy-Rolle, wenn das zeitlich und reisetechnisch möglich war. Spielerischer Höhepunkt des Jahres war die Vorrunde zur DM AK 18, wo Jenson eine -6 in der ersten Runde nach Hause brachte, und sich am Ende Platz 2 sichern konnte.  Bei der Endrunde unter den Augen von Peer Sengelhoff und Angelika Miele belegte er mit Platz 9 eine TopTen Platzierung. Natürlich gab es auch kleine Rückschläge – bei den British boys Amateur championship konnte Jenson sich mit einer 9 über Par nach der ersten Runde gleich wieder vom Turnier verabschieden. „Das gehört einfach zum Lernprozess dazu, dass es selbst auf diesem Niveau immer noch mal solche Ausreißer geben kann“, meint der 18jährige, der nun sehr selbstbewusst den nächsten Schritt gehen möchte. Die Spiel-Berechtigung für die challenge Tour in 2025 sei schon ein Ziel für die kommenden 11 Monate.  Auch an den Wiederaufstieg der MGC-Herrenmannschaft glaubt Whiting, auch wenn er mit seinem neuen Status als Pro-Golf Spieler nun zum „Problemfall“ wird, da nur maximal ein Professional aufgestellt werden kann und mit Franz Schindler und vielleicht auch mal Nick Bachem noch andere Akteure in dieser Kategorie in Frage kommen. Mit Nick ist er in einem guten Austausch.  „Ich sehe ihm unheimlich gerne beim Spiel und beim Training zu und er gibt mir auch bei jeder Gelegenheit wertvolle Tipps“, betont Whiting beim jüngsten gemeinsamen Training zum Jahreswechsel auf der MGC-Anlage.  Zwei „Bro`s“ und „Pro`s“ sozusagen, die beide vor einem spannenden Turnierjahr stehen.