Er gehört zum Sport, aber niemand möchte ihm begegnen….der „sudden death“ hat die Aufstiegsambitionen unserer 1. Damenmannschaft in die Erste Bundesliga am Sonntag abrupt beendet. Nach 9 Lochwettspielen, getrennt in 3 Vierer -und 6 Einzelbegegnungen, stand es gegen den GC Reichswald aus Nürnberg remis. Beide Teams hatten 4,5 Punkte und ein Stechen musste entscheiden. Dies wurde auf einem Par3 ausgetragen. Dort gelangen gleich den ersten beiden Konkurrentinnen ein Schlag an die Fahne – der „sudden death“ war besiegelt – Elena Kühne und Emilia Omander konnten nicht mehr entscheidend kontern.Wie erwartet gingen unsere Damen am Vormittag in Führung. Kühne/Omander holten souverän den ersten Punkt. Zur Überraschung trug das junge Gespann um Amelie Schmelcher und Paula Schmitter den nächsten Zähler hinzu (4auf3). Finja Freese und Nina Schmitz lagen auf Remis-Kurs, als Ihnen an Loch 17 ein Abschlagfehler unterlief. Mit -1 ging es dann auf die 18, wo sie den fauxpax nicht mehr ausgleichen konnten. Wie schon in den Gruppenspielen gestalteten sich die Einzelbegegnungen am Nachmittag nach der Absage von Caro Kauffmann mit vielen Auf und Ab’s. 3 Punkte mussten her, aber es waren am Ende nur 2, 5, um das Turnier frühzeitig für sich entscheiden zu können. Omander mit einem Sieg und Kühne und Schmelcher mit einem geteilten Punkt machten Hoffnung auf den flight von Finja Freese. Die aber musste am Ende darum kämpfen, dass es überhaupt in die Verlängerung geht. Nach der 16 mit 1down konnte sie von einem Schlag ins Wasser der Gegnerin profitieren und glich aus. Der showdown dann auf der 18, wo sie zum Par noch einen 1 Meter Putt mache musste. Mit Nervenstärke hat sie dann den MGC in die Verlängerung geputtet. Hierbei wurde jedoch der Spielmodus gegenüber vielen Marienburg-Beteiligten und auch im briefing mit Trainer Wolfgang Esser nicht bis ins letzte Detail geklärt. Der Begriff „sudden death“ ist nie gefallen und so gingen alle davon aus, dass alle 3 Einzelspielerinnen über 3 Löcher ihre Siegerin ermitteln. Und plötzlich war schon am ersten Par 3 Endstation. „Wenn das klarer kommuniziert worden wäre, hätten wir u.U. anders aufgestellt. Elena und Emilia sind mit ganz anderen Voraussetzungen auf die Bahn gegangen.“, bemängelte Trainer Wolfgang Esser die Kapitänsansprache vor dem Stechen. Die Nürnberger griffen die Fahne nun direkt an und wurden 2mal für Ihr Risiko belohnt. Der grosse Kölner Anhang spendete dennoch viel Applaus für einen tollen Kampf. „Die, die wirklich als Mannschaft aufgetreten ist, hat leider verloren“, schwärmte Wolfgang Esser von der Reaktion seines Teams. „Es hat nicht viel gefehlt, wir haben viel gelernt bei diesem Turnier und deshalb greifen wir auch nächstes Jahr wieder an“, sieht er doch das Potential unserer 1. Damen, die in ihrer Zusammensetzung bestehen bleibt. Danke für eine grossartige Saison!

